Über einen Artikel in der FAZ, der dem Deutschlandfunk sprachliche Fehlleistungen vorwirft, wird etwas weiter unten diskutiert. Ich habe heute mal zwischen sieben und acht Uhr Strichliste geführt und komme zu dem (nicht repräsentativen) Ergebnis
- ein Numerusfehler („unterstreicht die Lübecker Nachrichten“) in der Presseschau
- ein Kasusfehler („der Konzepte gibt es zuhauf“)
- drei falsche Namen (Ursula von der Leyen auf dem „von“ statt auf dem „Ley“ betont, Bernd statt Bert Rürup und der London-Korrespondent Martin Zagatto heißt Zagatta).
Diese kleine Erhebung bringt mich nicht von der zuvor geäußerten Meinung ab: viel Lärm um nichts.
Die größte sprachliche und/oder inhaltliche Fehlleistung kam in der gehörten Stunde übrigens von Interviewpartnerin Andrea Nahles. Sie sagte nämlich (es ging um Konjunkturprogramme): „Wir wollen den Staat nicht in die Handlungsfähigkeit manövrieren.“ :-)
Freitag 5.12.08 at 19:54
Da man der FAZ grundsätzlich eine Gegnerschaft zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorwerfen kann, überrascht mich das nicht. Unberücksichtigt bleibt dabei immer, dass gesprochene Sprache immer fehleranfälliger ist als geschriebene, zumal wenn sie live über den Sender geht. Vergleichbar wäre, wenn die FAZ ihre Artikel live tippen würde – da schlichen sich auch Fehler ein.
Samstag 13.12.08 at 10:14
Hmm die Braunschweiger Nachrichten gibt es meines Wissens nicht. Zitiert wurde wahrscheinlich aus der Braunschweiger Zeitung.
(Vielen Dank – in Wirklichkeit wurde aus den Lübecker Nachrichten zitiert! Habe den Artikel entsprechend editiert. Hendrik)