Für den April gibt es hier im Ohrensessel eine besondere Serie. Im Stundenporträt stelle ich vor, was es in jeweils einer Stunde des Tages Bemerkenswertes im Radio gibt – am 1. April für die Zeit von 1 bis 2 und so weiter. Das alles recht spontan, wie immer subjektiv und im Moment noch ein bisschen in Furcht vor der Nachtlücke… denn da schlafe auch ich in der Regel, radiolos.

Zum Auftakt erstmal ein Klassiker, denn um eins beginnt Deutschlands wohl prominentester Nacht-Talker sein, ähm, Tagwerk. Domian gibt es schon seit 1995, und es stört kein bisschen, dass Jürgen Domian mit 51 Jahren älter als viele seiner Hörer ist. Neben dem nicht zu bestreitenden Kuriositätenfaktor mancher Geschichte (wer hat noch nicht vom Hackfleisch gehört? brr) erfüllt die Sendung eine wichtige tröstende Funktion. Kein Schicksal ist einzigartig auf der Welt, und es gibt kein Thema, über das sich nicht sprechen lässt. Hier werden Menschen nicht vorgeführt, wie in den berüchtigten Nachmittagstalkshows, die oft schon ihren gerechten Tod gestorben sind. Anders Domian, den es hoffentlich noch lange geben wird. Die intime Hörsituation nachts verstärkt den ungeheuren Effekt der Sendung.

Domian läuft montags bis freitags auf 1Live.

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